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EN 13034 - Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien

Tragen Sie die Kleidung zusammen mit anderer Kleidung, um einen Schutz im Sinne der EN 13034 zu gewährleisten. Ein Chemieschutzanzug (Typ 6) muss mindestens Rumpf und Extremitäten abdecken und schützen, z. B. Ganzkörperanzug oder zweiteilige Anzüge, mit oder ohne Kapuze, Stiefelüberzieher oder Schuhüberzieher.

er Chemieschutzanzug (Typ 6) bietet den geringsten Schutz gegen Chemikalien und ist dann für den Einsatz vorgesehen, wenn die Gefahren als gering eingeschätzt wurden und eine vollständige Permeationsbarriere gegen Flüssigkeiten nicht erforderlich ist, d. h. wenn die Person, die den Anzug trägt, ausreichend Zeit hat, im Falle einer Kontamination der Kleidung rechtzeitig entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Als geringe Gefahren gelten z. B. der mögliche Kontakt mit geringen Sprüh- oder Spritzmengen.

Beachten Sie, dass das längere Tragen von Chemieschutzanzügen zu Hitzestress führen kann!

Sämtliche Materialien der Chemieschutzkleidung sind gemäß Tabelle 1 getestet und klassifiziert worden. Die Nähte sind derart konzipiert, dass das Durchdringen von Flüssigkeit durch Stichlöcher oder andere Bestandteile der Naht verhindert, das Ablaufen der Flüssigkeit jedoch ermöglicht wird.

Tabelle 1: Leistungsanforderungen (EN 14325:2004)

Tests Test method Performance requirements
Abriebfestigkeit EN 530-2 Klasse 1: > 10 Zyklen
Weiterreißfestigkeit ISO 9073-4 Klasse 1: > 10 N
Bruchfestigkeit ISO 13934-1 Klasse 1: > 30 N
Widerstand gegen Durchstoßen EN 863 Klasse 1: > 5 N
Flüssigkeitsabstoßung* EN 368 Klasse 3: > 95%
Widerstand gegen Penetration von Flüssigkeiten* EN 368 Klasse 3: > 1%
 

* Siehe Tabelle 2: Auflistung der Referenzchemikalien, die bei den Widerstands- und Abstoßungstests eingesetzt wurden

 

Die Kleidung lässt keine Eigenschaften zu, die chemische Flüssigkeiten auffangen und auf der Stoffoberfläche binden könnten. Der Schutzanzug wurde auch auf die „sieben Bewegungen“ getestet – ein praktischer Test zur Bestimmung des Widerstands gegen das Durchdringen von Flüssigkeit in Form von Sprühnebel und zur Feststellung, ob sich beim Tragen Hinderungen einstellen.

Tabelle 2: Auflistung der Referenzchemikalien, die bei den Widerstands- und Abstoßungstests eingesetzt wurden

Chemikalie Konzentration in  % Temperatur der Chemikalie °C (± 2 °C)
Schwefelsäure (H2SO4) 30 (wässrig) 20
Natriumhydroxid (NaOH) 20 (wässrig) 20
o-Xylol Unverdünnt 20
1-Butanol Unverdünnt 20

 

PFLEGEHINWEISE
Befolgen Sie die Waschhinweise auf der Kleidung. Verwenden Sie ausschließlich synthetische Reinigungsmittel und keine Reinigungsmittel, die Seife enthalten. Um die maximale Schutzfunktion der Kleidung zu gewährleisten, muss diese sauber gehalten werden. Nach dem Reinigen muss die Kleidung inspiziert werden, wobei zu prüfen ist, ob die Teflonbeschichtung erneuert werden muss. Die Kleidung darf nur unter Verwendung von Materialien wieder instand gesetzt werden, die den Normen der Kleidung entsprechen